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Stolperschuhe® (V.i.G.)
Bündnis für Frieden und Menschenrechte

Kai Tölle
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Artenvielfalt - Klimawandel - Umweltschutz

Veröffentlicht am 04.08.2019

Die Fridays for Future-Bewegung hat diese Themen in den Vordergrund gespült. Uns Erwachsenen hält sie den Spiegel vor Augen. Nicht nur der Politik, nicht nur der Wirtschaft - vor allem uns selbstbestimmten Verbrauchern. Denn wir müssen gar nicht darauf warten, dass irgendeine Partei oder irgendein profitorientiertes Unternehmen, irgendeine börsennotierte Gesellschaft handelt. Wir können dies auch selbst in Angriff nehmen.

Wer behauptet "Ich alleine kann eh nichts ändern", dem stellen wir die Frage "Wer sagt, dass Du alleine bist?". Wenn alle so denken, wie im ersten Zitat beschrieben, so fängt niemals jemand an und schiebt die eigene Verantwortung nur von sich und bzgl. Artenvielfalt, Klimawandel und Naturschutz auf die nächsten Generationen. Jeder von uns kann etwas bewirken. Es fängt bei uns zuhause an. Wie wir leben, was wir kaufen, ob wir bei einem Spaziergang durch unsere Nachbarschaft, den Steverauen oder der alten Fahrt mit offenen Augen unsere Umgebung wahrnehmen.

Natur an der SchweinebrückeNatur an der Schweinebrücke

Artenvielfalt, Klimawandel, Naturschutz wird in den kommenden Jahren auch in Olfen weiter groß geschrieben. Nach den erfolgreichen Renaturisierungen der Lippe- und der Steverauen, den Ausgleichsflächen an der Eversumer Straße für Neubaugebiete, dem jährlichen Sammeln von Müll in Flora und Fauna in Obhut des Hegerings, gehen die Initiatoren der Oster-Friedensaktionen aus 2018 und 2019 Annette und Kai Tölle nun einen weiteren Schritt. Unter den Hashtags "Wir für Olfen", "Stolperschuhe" und "Natur und Umwelt" wird das Hauptaugenmerk auf Artenvielfalt, Klimawandel und Umweltschutz gelegt.

"Olfen hat all das oben genannte geschafft, indem die Stadt und engagierte Bürger angepackt haben. Es gibt seit Jahren wieder Störche in Olfen, die Artenvielfalt in den Gebieten rund um Lippe und Stever hat zugenommen - sowohl bei Pflanzen, wie auch bei Kleintieren. Doch der zunehmend wahrnehmbare Klimawandel macht auch vor unserer Stadt nicht halt. Die Überhand nehmende Landschaftspflege, vor allem wenn es um wilde Grünflächen geht, zerstört die Lebensräume vieler Insekten und Kleintiere und somit auch die Nahrungsquellen für viele Vogelarten. So müssen wir uns nicht wundern, wenn Schädlinge, die sich auch gesundheitlich auf Flora und Fauna, Tier- und Menschenwelt auswirken, irgendwann immer mehr ausbreiten."

Wilde Grünflächen wären möglich und nötig - Alte Fahrt OlfenWilde Grünflächen wären möglich und nötig - Alte Fahrt Olfen

Diese Erfahrung machten viele Olfener Bürger im letzten wie auch in diesem Jahr. In 2018 wurden immer wieder Schulhöfe gesperrt, in 2019 waren es stellenweise gesperrte Wirtschafts- und Wanderwege rund um Olfen.

Der Eichenprozessionsspinner sucht die Olfener Eichen heim. Und das in einem Ausmaße, dass Berichte über gesundheitliche Beschwerden immer häufiger zu hören sind. Extremer Juckreiz an Beinen und Armen, Pusteln und Blasen an eben genannten Stellen und weiteren Bereichen, an denen die Brennhaare des EPS haften bleiben. Nicht aber nur oberflächlich machen sich diese bemerkbar. Sie greifen auch Atemwege, Augen und Lunge an. Vereinzelt hört man von asthma-ähnlichen Symptomen und Luftknappheit sowie Unwohlsein.

Wir wollen nun das niederländische Modell der Bekämpfung der rasant angestiegenen Population in Betracht ziehen. Durch die Erhöhung der Artenvielfalt in den am stärksten betroffenen Gebieten rund um und in Olfen, ist unser Ziel, natürlichen Feinden der Eichenprozessionsspinner wieder ein willkommenes Zuhause zu bieten. Zu diesen gehören in erster Linie Meisen, Fledermäuse und Schlupfwespen. Alle drei Arten sollen auf rein natürlichem Wege in die Steverauen, an die alte Fahrt und weitere Ecken unserer Stadt vordringen können. Lediglich ein bisschen Unterstützung wird es dabei unsererseits geben.

Leben in den SteverauenLeben in den Steverauen

Nach einem Gespräch mit unserem Bürgermeister Wilhelm Sendermann können wir auf die volle Unterstützung seitens der Stadt bauen. Es werden nun weitere Gespräche bzgl. der Abfolge unseres Vorhabens mit fachkundigen Stellen folgen. Wo und wie wir aktiv werden, wird sich in den kommenden drei Wochen herausstellen.

Zum Schluss sei erwähnt, dass das Projekt nicht umgehend Wirkung zeigen wird. Meisen, Fledermäuse und Schlupfwespen müssen sich erst wieder einfinden. Nistkästen können auch von anderen Vogelarten besetzt werden. Es ist aber ein weiteres Puzzleteil, um dem EPS Herr werden zu können. Und für alle, die jetzt laut schreien: Nein, es geht nicht um die komplette Ausrottung des EPS, sondern um die Eindämmung dessen Population.

Weitere Informationen zum Thema werden folgen. U.a. wird es darum gehen, was Bürger für Artenvielfalt, Klima- und Umweltschutz auch zuhause machen können, ohne sich dabei einen Zacken aus der Krone zu brechen oder ihren Alltag komplett umzudenken. Das ginge ohnehin nicht von heute auf morgen.

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